Das PVC-Fugenband ist die Standardmethode zur Abdichtung von Arbeits- und Dehnfugen in Betonbauwerken. Die Wahl des richtigen Typs, der richtigen Breite und der richtigen Einbaulage ist entscheidend — eine falsche Spezifikation kann zu Undichtigkeit, Bauschäden und kostspieligen Sanierungen führen. Als Direkthersteller mit über 30 Jahren Erfahrung produziert Plast Commerce alle vier Standardtypen (A, D, AE, DE) und bietet eine kostenlose technische Beratung für die projektspezifische Auswahl.
Die vier Typen von PVC-Fugenbändern
Typ A
MittigDer am häufigsten verwendete Typ. Wird mittig im Betonquerschnitt an Arbeitsfugen eingebaut, an denen keine Bewegung zu erwarten ist. Das flache Profil mit Verankerungsrippen sorgt für eine zuverlässige wasserdichte Abdichtung.
Typ D
Mittig KompensatorVerfügt über einen mittigen Dehnschlauch (Kompensator), der Bewegungen in Dehnfugen aufnimmt. Unverzichtbar, wo thermische oder bauliche Bewegungen zu erwarten sind. Der Kompensator nimmt eine Verschiebung von ±10–15 mm auf.
Typ AE
AußenliegendFür den außenliegenden Einbau ausgelegt, wenn die Mitte des Querschnitts nicht zugänglich ist. Ein Schenkel wird im ersten Betonierabschnitt eingebettet, der andere im zweiten.
Typ DE
Außenliegend KompensatorVerbindet den außenliegenden Einbau mit einem Kompensator für Dehnfugen. Wird eingesetzt, wo sowohl Bewegungsaufnahme als auch außenliegende Montage erforderlich sind.
Breitenauswahl nach Wasserdruck
Die erforderliche Breite des Fugenbands hängt vom hydrostatischen Druck (Wassersäule) an der Fuge ab:
| Wasserdruck | Ungefähre Tiefe | Empfohlene Breite | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| Bis 0,3 bar | Bis 3 m | 150–200 mm | Flache Gründungen, Kellerwände |
| 0,3–0,5 bar | 3–5 m | 200 mm | Tiefe Gründungen, Tiefgaragen |
| 0,5–1,0 bar | 5–10 m | 200–240 mm | Behälter, Kläranlagen |
| 1,0–2,5 bar | 10–25 m | 240–320 mm | Tunnel, Talsperren, tiefe Bauwerke |
Mittiger vs. außenliegender Einbau
Mittiger Einbau (Typen A, D)
- ✓ Zuverlässiger — das Wasser muss um beide Schenkel herumlaufen
- ✓ Bessere Verankerung — beidseitig vollständig in den Beton eingebettet
- ✓ Bevorzugte Lösung, wenn der Zugang es zulässt
- ✗ Erfordert Zugang zur Mitte des Querschnitts
- ✗ Beide Betonierabschnitte müssen aufeinander abgestimmt sein
Außenliegender Einbau (Typen AE, DE)
- ✓ Einbau möglich, wenn die Mitte nicht zugänglich ist
- ✓ In vielen Konfigurationen einfachere Montage
- ✓ Häufig bei Sanierungs- und Nachrüstprojekten eingesetzt
- ✗ Muss korrekt ausgerichtet sein (zur wasserdruckseitigen Seite)
- ✗ Ein Schenkel bleibt bis zum zweiten Betonierabschnitt freiliegend
Bewährte Einbaupraxis
Fixieren Sie das Fugenband vor dem Betonieren sicher in seiner Lage — mit Bindedraht oder speziellen Clips im Abstand von 300–500 mm
Sorgen Sie für eine Betondeckung von mindestens 100 mm auf jeder Seite des Bands
Verschweißen Sie Stöße mit mindestens 50 mm Überlappung mit thermostatgeregeltem Gerät bei etwa 200 °C
Reinigen Sie die Fugenoberflächen vor dem Schweißen gründlich — Verunreinigungen führen zu schwachen Schweißnähten
Rütteln Sie nicht direkt auf dem Fugenband — verdichten Sie auf beiden Seiten, um eine einwandfreie Betonverdichtung sicherzustellen
Verwenden Sie an T-Stößen und Ecken vorgefertigte Formteile oder verschweißen Sie individuelle Kreuzungen sorgfältig